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Dipferlscheißa oder gewiefter Fuchs?

 

Die einen sagen so, andere wiederum so... Stimmt schon, sehr genau ist unser Chef schon und mit der Sauberkeit auf den Baustellen hat er's auch. Soll alles wie am Schnürchen laufen. Und den Bauherren gefällt's, steht im Interview mit Alexander Öxler, das anlässlich des Firmenjubiläums im Mai 2021 vom Kurier Dachau veröffentlicht worden ist.

 

20-jähriges Betriebsjubiläum: Bauunternehmer Johann Elsner

Selfmademan, für den der Handschlag gilt: Baumeister Johann Elsner

 

WIEDENZHAUSEN/LANDKREIS . Einer meiner ebenso langjährigen wie geschätzten Gesprächspartner rund um Neubau und Sanierung ist Bauunternehmer Johann Elsner. Immer wieder hat er mich eingeladen, mal Baustellenluft zu schnuppern, um mir seine jeweils aktuellen Bauprojekte vorzustellen. Bei Wind und Wetter. Mal habe ich gefroren dabei wie ein Schneider, mal stand ich bis zu den Knöcheln im Batz. Auf ein Gerüst kraxeln oder mich für ein „Luftbild“ ein paar Meter am Kran hoch hangeln, war unumgänglich. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass ich ihn jetzt – anlässlich seines 20-jährigen Betriebsjubiläums – im Trockenen, genauer in seinem Lager im Sulzemooser Gewerbegebiet, interviewen durfte.  

 

Wie war das vor 20 Jahren… der eigene Chef zu werden?

 

Elsner: Endlich frei… jetzt zeig ich’s allen. War ein gutes Gefühl am 2. Mai 2001, schließlich hatte ich mich sehr lange auf diesen besonderen Tag vorbereitet. Zum einen hatte ich ja meinen Meistertitel als Maurer sowie die Ausbildungen zum Hochbautechniker und als Betriebswirt des Handwerks in der Tasche, andererseits war ich die 12 Jahre zuvor in verschiedenen, teils großen Bauunternehmen tätig. Habe in verschiedenen Funktionen, unter anderem als Bauleiter, gearbeitet und so wichtige praktische Erfahrungen gesammelt. Ich wollte es allen zeigen, beweisen, dass man es immer besser kann. Mein Ziel war und ist es bis auf den heutigen Tag, den möglichst perfekten Rohbau hinzustellen. Das fängt für mich ja schon bei der akkuraten Ordnung und penibler Sauberkeit auf der Baustelle an.

 

Was unterscheidet JEB von Konkurrenzunternehmen?

 

Elsner: Hab’s schon erwähnt, die Perfektion reizt mich. Wie’s andere machen, interessiert mich nicht. Saubere Arbeit am Rohbau ist für mich die Voraussetzung, dass der Bauherr rundum zufrieden ist. Darin sehe ich eine Verantwortung, der ich nachkomme. Mein Qualitätsanspruch bei Material und der handwerklichen Ausführung ist hoch, ich weiß. Doch so bleiben mir auch Reklamationen erspart. (lacht) Könnte ich mir mit meinem Fünf-Mann-Betrieb auch gar nicht leisten.

 

Auf welche Bauvorhaben ist  JEB eigentlich eingerichtet?

 

Elsner: Theoretisch können wir alles bauen – auch Hochhäuser… (lacht) Es würde halt lange dauern mit meinem kleinen Trupp. Die würde uns aber niemand geben. Nein, im Ernst: Wir arbeiten hauptsächlich für private Bauherren in Zusammenarbeit mit Architekten und Ingenieurbüros. Ein- und Zweifamilienhäuser, Mehrspänner samt Nebengebäuden, kein Problem. Genauso haben wir schon größere gewerbliche Maschinenhallen sowie Stadel bzw. Ställe im landwirtschaftlichen Bereich errichtet. Aktuell sind wir sogar an der Sanierung eines denkmalgeschützten Hauses in Aubing beteiligt.

 

Hat Corona die Bauwilligkeit beeinflusst? Und wenn, wie?

 

Elsner: Auf jeden Fall. Da viele Menschen seit Frühjahr letzten Jahres mit Unterbrechungen weder ins Restaurant oder in den Biergarten gehen konnten, auch nicht verreisen, haben sie sich deutlich mehr auf ihr Zuhause konzentriert, renoviert und saniert. Und diejenigen, die mit dem Gedanken gespielt haben, sich eigene vier Wände anzuschaffen beziehungsweise zu bauen, sind aktiv geworden. Die Baubranche boomt eh und mit Corona als Katalysator sind in den vergangenen Monaten die Anfragen gestiegen. Ganz allgemein. Und auch wir haben gemerkt, dass Bauherren in spe jetzt reagieren, sich schnell und bewusst für einen baldigen Baubeginn entscheiden. Ob Neubau oder An- und Umbau eines bestehenden Eigenheims beziehungsweise Komplettsanierung, genügend Geld ist offensichtlich da. Andererseits wissen wir auch, dass die Rohstoffe, beispielsweise auch Bauholz, knapp geworden sind auf dem Weltmarkt. Teurere Materialpreise und zeitliche Verzögerungen in Sachen Lieferung sind darum die unausweichliche Folge. Also abwarten, wenn man vorhat, sich Eigentum anzuschaffen, würde ich nicht. Das rate ich auch noch unentschlossenen Interessenten.

 

Wie sieht das aktuell aus mit Baukrediten und Zuschüssen?

 

Elsner: Die Kreditzinsen sind nach wie vor sehr günstig. Sparen, also das Geld zur Bank oder Sparkasse zu bringen, rentiert sich nicht. Wer aber im Rahmen eines Bauvorhabens vorstellig wird, kann im Moment ne Menge Holz sparen. Dazu hat die Regierung verschiedene Förderprogramme aufgelegt, die über die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau – Anm. d. Re d.) abgewickelt werden. Auf der Kfw-Homepage werden die Möglichkeiten und Zuschussbeträge aufgeführt und erklärt. Mehr Geld beim Hausbau oder bei einer Sanierung sparen wie zurzeit ist definitiv nicht…

 

Ist Bauunternehmer denn ein beruflicher Traum gewesen?

 

Elsner: Ohne Wenn und Aber ja! Doch nur so, wie ich mir das vorgestellt habe. Ich wollte immer etwas Sinnvolles schaffen, etwas (auf)bauen. Ehrlich, zuverlässig und nachhaltig. Als ich im Laufe meines Berufslebens dann Pfusch am Bau habe erleben müssen, wusste ich: so nicht. „De kenna mi gern hom“ hab ich mir gedacht - der Schritt in die berufliche Selbstständigkeit war dann die logische Folge.

 

Und, wie soll es weitergehen, wie sind die weiteren Pläne?

 

Elsner: Nun, ich bin Jahrgang 1962, ein paar Jährchen werde ich schon noch buckeln müssen. Umso mehr freut es mich, dass mein Sohn Christoph, der bei mir gelernt hat und angestellt ist, sich mehr und mehr für die Betriebsführung interessiert. Wenn’s so bleibt, brauche ich mir um die Nachfolgeregelung keine Gedanken machen…

 

Danke fürs Gespräch… und „ois Guate“ für die Zukunft!

 

Elsner: Vergelt’s Gott! Doch habe ich zu danken für das Interview. Auch möchte ich die Gelegenheit wahrnehmen, mich bei allen meinen bisherigen Auftraggebern, meinen Partnern und Lieferanten auf diesem Weg zu bedanken. Die schon geplante, aber durch die Pandemie vereitelte Feier zum 20-Jährigen muss halt noch warten. Aber: gefeiert wird, versprochen!